Hauptschule Todtenhausen erhält Anbau für den Ganztag / Erster Spatenstich mit Festprogramm
Minden-Todtenhausen (mt). Ein weiterer "Meilenstein" für die Schulentwicklung der Stadt Minden: die Hauptschule Todtenhausen erhält einen Anbau für den gebundenen Ganztag. Gestern wurde symbolisch der erste Spatenstich gesetzt. Von Ulrike Mißbach MT-Foto: Manfred Otto
Ganz bewusst habe sich die Stadt dafür entschieden, Todtenhausen als Schulstandort zu erhalten und zu stärken, da die Schule sich bereits seit den 70er-Jahren durch besondere pädagogische Konzepte einen Namen gemacht habe, lobte Bürgermeister Michael Buhre in seiner Ansprache. So habe sie bereits im Schuljahr 1977/78 eine Fördergemeinschaft gegründet, vor allen anderen Schulen Berufspraktika eingeführt, Mitte der 90er-Jahre einen "Besinnungsraum" geschaffen und Anfang des 21. Jahrhunderts das Projekt "Soziales Lernen" eingeführt. Viele Anregungen aus der pädagogischen Arbeit seien später von anderen Schulen aufgegriffen worden, lobte Buhre. Dazu gehörten unter anderem das Sozialpraktikum, Mofakurse sowie die Lesekiste.
Seit dem Schuljahr 2007/2008 gibt es nun den gebundenen Ganztag an der Schule, wenn auch noch nicht in der vollständigen Umsetzung. "Denn dafür fehlen bislang noch die passenden Räume", meinte der Bürgermeister, der sodann die wichtigsten Gründe für den Ganztag aufführte: Vorbereitung und Förderung auf das Berufsleben und gesundes Essen. "Denn nur wer etwas im Bauch hat, kann auch konzentriert lernen", erklärte Buhre.
In Kürze beginnen nun die Arbeiten mit dem Abriss des alten Pavillons. Bis zum Sommer 2009 entstehen dann auf 620 Quadratmetern Fläche eine Küche, eine Mensa, die auch als Multifunktionsraum dient, mit vier Klassenräumen plus Nebenräumen, ein Lehrerarbeitsraum sowie sanitären Anlagen. Rund 1,1 Millionen Euro investieren Stadt und Städtische Betriebe in das zweigeschossige Gebäude.
Bereits im November 2005 habe es die ersten Überlegungen für einen erweiterten Ganztag an der Schule gegeben, erklärte Schulleiter Udo Dressel in einem kurzen Rückblick. Und im Sommer 2006 sei dann die einhellige Entscheidung an der Schule gefallen: Wir nehmen daran teil.
Doch dann gab es einige Wermutstropfen, da die Stadt eine von drei Hauptschulen schließen wollte. "Da zunächst geklärt werden musste, wie es weitergeht, musste der bereits gestellte Antrag auf Fördermittel beim Land zurückgezogen werden", erinnert sich Udo Dressel.
Im Dezember 2006 sprach sich die Stadt schließlich für den Erhalt des Standortes Totenhausen aus und die Schule stellte sogleich einen neuen Antrag beim Land, der - wenn auch in etwas abgespeckter Form - bewilligt wurde.
Neben Schulleiter Dressel, Lehrern und Schülern freute sich auch der ehemalige Schulleiter Harald Steinmetz, dass es nun endlich vorangeht in Todtenhausen.
Zur Feier des Tages präsentierten einige Schülerinnen und Schüler ein gelungenes Programm. So erlebten die Gäste eine Darbietung aus dem Musical "Pocahontas", ließen sich den Ganztag erklären, hatten Spaß bei einem Maurergedicht über einen arbeitsfaulen Handwerker und einen Sketch der Dorfgemeinschaft.
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