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Berufsorientierung
STARTKLAR- Mit Praxis fit für die Ausbildung!
Im November 2009 erhielten wir die Mitteilung, dass unsere Schule in das langfristig(!) angelegte Programm "STARTKLAR!" der Stiftung "Partner für Schule NRW" aufgenommen wurde. Das Programm fördert die Berufswahlvorbereitung in den Jahrgängen 8 - 10.
Das NRW-Grundmodell beinhaltet folgende Themenschwerpunkte:
Klasse 8: "Sich orientieren: drei verschiedene Berufsfelder kennen lernen und ein Kompetenzprofil erstellen"
Klasse 9: "Praxis bezogen lernen und sich qualifizieren"
Klasse 10: "Berufswahl konkretisieren / in Ausbildung begleiten"
Unsere Partner in diesem Programm sind das tbz Bildung gGmbH, Minden und die VHS Minden.
Bereits in der Maßnahme zur vertieften Berufsorientierung im Schuljahr 2009/2010, dem Vorläufer dieses Programms, konnten unsere Schülerinnen und Schüler des 8.Jahrgangs sechs Gewerke durch praktisches Arbeiten in den Werkstätten des tbz kennen lernen.
Im Schuljahr 2010/2011 mit Beginn des Startklar-Programms war das Angebot auf die vier Gewerke reduziert: Metallbearbeitung/Raum/Farbe/Gastronomie/Hauswirtschaft/Verkauf.
Für das laufende Schuljahr 2011/2012 ist nun als fünftes Gewerk „Gesundheit, Erziehung und Soziales“ neu eingeplant.
Dieses Angebot läuft bei uns unter dem Namen Orientierungspraktikum und ist für alle Schülerinnen und Schüler des 8.Jahrgangs verpflichtend. Im Vorfeld führt das tbz eine Potenzialanalyse nach „hamet 2“ durch, durch die Stärken und Talente unserer Jugendlichen entdeckt werden können.
Die Ergebnisse der Potenzialanalyse und des Orientierungspraktikums müssen den Schülerinnen und Schülern ausführlich erläutert werden. Um den Eltern die Möglichkeit zu geben, daran teilzunehmen, finden diese Gespräche mit den Mitarbeitern des tbz am Elternsprechtag im Dezember statt. Auf Wunsch kann auch noch ein weiterer Termin für Nachzügler eingerichtet werden.
In der Jahrgangsstufe 9 können sich die Jugendlichen, die in eine duale Ausbildung wollen, freiwillig für eine weitere Teilnahme am Programm bewerben, allerdings unter der Voraussetzung, dass sie bereit sind, sich für zwei weitere Schuljahre zu engagieren und Lernangebote außerhalb des Unterrichts wahrzunehmen.
Die Erfahrungen aller vier teilnehmenden Hauptschulen und der beteiligten Bildungsträger im letzten Schuljahr haben jedoch die Grenzen der Umsetzung einer solchen Forderung im ländlichen Raum- speziell bei Ganztagsunterricht- gezeigt. An den Nachmittagen der normalen Wochentage bleibt kein akzeptabler Zeitraum mehr übrig und trotz schriftlicher Zusicherung durch die Eltern nehmen viele der Freiwilligen eben nicht an Veranstaltungen teil, die an Wochenenden liegen.
Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer über den Inhalt und die Durchführung der Kurse sind überwiegend positiv.
Wenn wir also unsere Schülerinnen und Schüler an den inhaltlichen Vorteilen des Programms weiterhin teilhaben lassen wollen, müssen wir eine Verschiebung des Zeitrahmens in Unterrichtszeit akzeptieren. In Gesprächen mit dem tbz haben wir die Tage kurz vor den Zeugnisausgaben als geeignete Zeiträume angegeben, können zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nichts über die Realisierungschancen sagen.
Als ein weiterer Schwachpunkt erweist sich die Annahme der Planer, die Jugendlichen würden konsequent ihr einmal gewähltes Praxisfeld beibehalten. In der Gruppe unserer 16 Teilnehmer des Schuljahres 2010/2011 wünschen sechs einen Wechsel nach dem ersten Halbjahr und zwei den Ausstieg aus dem Programm, weil sie mittlerweile andere beruflichen Pläne verfolgen. Dieses beobachtete Verhalten stützt unsere Erfahrung, dass die meisten unserer Schülerinnen und Schüler auch im neunten Schuljahr noch keine gefestigten Berufsvorstellungen entwickelt haben, häufig ihre Ziele ändern und gerne zusätzliche praktische Erprobungsmöglichkeiten nutzen möchten.
Erfahrungen über Startklar in der Jahrgangsstufe 10 liegen uns noch nicht vor. Die Entscheidungsprozesse über die Angebote der Bildungsträger laufen noch.
Berufsorientierung - Strukturplan -
Strukturplan der Berufswahlvorbereitung
Berufseinstiegsbegleiter
Wertvolle Begleitung auf dem Weg in das Berufsleben
Ganztagshauptschule Todtenhausen mit im Modellprojekt / Unterstützung bei Schulabschluss und Einstieg in die Ausbildung
Die Ganztagshauptschule (GHS) Todtenhausen nimmt an dem Modellprojekt "Berufseinstiegsbegleitung" teil. Es bietet Jugendlichen Unterstützung beim Übergang von der Schule in die berufliche Ausbildung.
Das Projekt für Schüler der Vorabgangsklasse (9. Schuljahr) hat im November begonnen und dauert drei Jahre. Durch Förderangebote soll der Schulabschluss erreicht sowie der Einstieg in das Berufsleben erleichtert werden.
Im Kreis Minden-Lübbecke sind neben Todtenhausen noch die Hauptschulen Bad Oeynhausen, Minden-Süd und Petershagen im Projekt. In jeder Schule steht bis zu zehn Schülern ab der 9. Klasse bis längstens 24 Monate nach Ende der Schulzeit ein Berufseinstiegsbegleiter zur Seite.
Das Projekt ergänzt bestehende Angebote der Berufsorientierung und Berufswahlvorbereitung der Schulen und der Berufsberatung. Für die GHS Todtenhausen und Bad Oeynhausen hat Frau Deringer die Projektbegleitung. Sie ist bei der TBZ Bildung GmbH Minden angestellt und arbeitet eng mit Fachlehrern, Eltern und Arbeitsamt zusammen.
Für die Aufgaben des Studien- und Berufsorientierungslehrers an der GHS Todtenhausen ist Sigrid Brink zuständig. Voraussetzung für die Teilnahme an dem Modellprojekt ist der Status einer "Startklar"-Schule. Die Finanzierung erfolgt durch den Bund.
In der GHS Todtenhausen werden sechs Jungen und vier Mädchen begleitet. Zunächst geht es um den Schulabschluss. Es werden Entwicklungsbereiche festgestellt. Dazu kommen Unterstützung bei Problemen, Elternarbeit und Organisation von Nachhilfe.
In der Berufsorientierung und Berufswahl folgen Standortbestimmung, Vorstellung von Berufen, Praktika, Unterstützung bei Berufswahl und Mobilitätstraining. Bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz stehen Selbstvermarktungs- und Bewerbungsstrategien, Vorstellungsgespräche und Testverfahren im Mittelpunkt.
Sigrid Brink führt regelmäßig Einzelgespräche mit den Schülern und begleitet sie bei ihren Schritten auf dem Weg zur Berufswahl. Ein ständiger Austausch erfolge mit Barbara Ostrau von der Bundesagentur für Arbeit.
Schulleiter Udo Dressel stellt die Bedeutung des Modellprojektes heraus: "Wir freuen uns, dass wir zu den ersten Schulen im Kreis Minden-Lübbecke gehören, die daran teilnehmen."
Zu den Aufgabenfeldern und zur Person:
Das Modellprojekt „Berufseinstiegsbegleitung“ ist für förderbedürftige Jugendliche konzipiert, die Unterstützung beim Übergang von der Schule in die berufliche Ausbildung benötigen.
Ab der Vorabgangsklasse (2. Halbjahr / 9. Klasse) bis längstens 24 Monate nach Ende der allgemein bildenden Schule bzw. 1. Ausbildungsjahr sind die Rahmenbedingungen und Ziele in vier Bausteine gegliedert:
1. Erreichen des Schulabschlusses - Feststellung von Entwicklungsbereichen, Organisation von Nachhilfe, Unterstützung bei Problemen in der Schule, Elternarbeit
2. Berufsorientierung und Berufswahl - Standortbestimmung, Vorstellung von verschiedenen Berufen, Berufsorientierung durch Praktika, Unterstützung bei der Berufswahlentscheidung, Mobilitätstraining
3. Suche eines Ausbildungsplatzes - Information über Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, Selbstvermarktungs- und Bewerbungsstrategien, Ausbildungsstellen- und Arbeitssuche, Bewerbungstraining, Erstellung von Bewerbungsunterlagen, Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche und Testverfahren
4. Stabilisierung des Ausbildungsverhältnisses - Krisenintervention und Konfliktbewältigung, Alltagshilfen, Beratung und Einzelfallhilfe, Verhaltenstraining, Zusammenarbeit und Informationsaustausch mit allen Beteiligten
Praktika an der Ganztagshauptschule Todtenhausen
Was kommt nach der Schulzeit? Eine Berufsausbildung! So weit die Theorie. Für immer weniger Schulabgänger, vor allem für die, die einen 10-A-Abschluss (Sekundarabschluss I) der Hauptschule anstreben, trifft das zu.
Diesem Trend begegnet die Ganztagshauptschule Todtenhausen seit dem Schuljahr 2009/2010 mit der Einführung eines "Schnupperpraktikums" im Jahrgang 8 sowie 2 Blockpraktika für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9. (nach den Herbstferien, vor den Osterferien)
Dieses Angebot ergänzt die Berufswahlvorbereitung an unserer Schule. Zudem ist der "Berufswahlpass" eingeführt.
So absolvieren die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 nach den Herbstferien ein 14-tägiges "Schnupperpraktikum" im Technologie- und Bildungszentrum Minden (TBZ) mit Außenstelle in Rinteln. Hier werden 6 Gewerke angeboten. (Hotel-/Gaststättengewerbe, Verkauf/Kaufmann, Elektro/Sanitär, Farbe/Maler, Garten/Floristik, KFZ/Metall) s. Bildergalerie.
Ein intensiver Austausch zwischen Schule und Betrieb ermöglicht es der Schule, vorhandene Schwächen und Stärken ab- bzw. weiter auszubauen. so dass es am Ende des Schuljahres vielleicht „passt“.
So erhoffen wir uns, dass alle Schülerinnen und Schüler der Ganztagshauptschule Todtenhausen auf diesem Wege eine Ausbildungszusage erhalten.
Aber nicht nur die Ausbildungszusage ist von Bedeutung, die Schüler entwickeln durch ihre Arbeit in den Betrieben ein stärkeres Selbstbewusstsein auf dem Weg in ihre berufliche Zukunft.
STARTKLAR!
Ganztagshauptschule Todtenhausen ausgewählt für das Projekt "STARTKLAR! Mit Praxis fit für die Ausbildung"
Im November 2009 erhielten wir die Mitteilung, dass wir in das langfristig angelegte Programm "STARTKLAR!" der Stiftung "partnerfuerschule.nrw" aufgenommen wurden. Das Programm fördert die Berufwahlvorbereitung in den Jahrgängen 8 - 10. Koordinatorin ist Frau Brink.
Das NRW-Grundmodell beinhaltet folgende Themenschwerpunkte:
Klasse 8: "Sich orientieren: vier verschiedene Berufsfelder kennen lernen und ein Kompetenzprofil erstellen"
Klasse 9: "Praxis bezogen lernen und sich qualifizieren"
Klasse 10: "Berufswahl konkretisieren / in Ausbildung begleiten"
Ein Berufsorientierungsbüro (BOB) ist eingerichtet. Ansprechpartnerin an der Schule ist Frau Brink
Die Berufsberatung wird wahrgenommen von: Frau Ostrau (Agentur für Arbeit Minden)
Die Berufsberatung bietet darüber hinaus folgende Möglichkeiten zur Information:
Klasse 9: 2 Berufsorientierungen, Themen: Berufswahlfahrplan, Darstellung des Beratungsangebotes
Klasse 9: Vorstellung verschiedenster Möglichlichkeiten zur Information über Berufe, individuelle Beratung in der Schule
Klasse 10: Vertiefte Berufswahlorientierung sowohl im Klassenverband als auch in Einzelgesprächen, Unterstützung bei der Suche nach Ausbildungsstellen, Elternberatung
Berufsnavigator in der Jahrgangsstufe 9
Der Start des Berufsnavigators wurde von den Schülerinnen und Schülern mit großer Begeisterung aufgenommen.
Die anfängliche Skepsis der Schülerinnen und Schüler war schnell gewichen, nachdem sie das Prinzip des Berufsnavigators verstanden hatten und deutlich wurde, dass dies eben nicht nur eine einfache Studienberatung oder Berufsberatung ist, mit der sie am Ende möglicherweise gar nichts beginnen können, sondern eine wissenschaftsgestützte Maßnahme, begleitet von erfahrenen und speziell für dieses Projekt fortgebildeten Experten, die am Ende für jeden Schüler ein aussagekräftiges Stärkenprofil mit ganz konkreten Berufsmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler entwerfen.
Es handelt sich um ein Berufsfindungsinstrument, das von der Bundesagentur für Arbeit und den Volksbanken im Mühlenkreis geplant, organisiert und in Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg wissenschaftlich begleitet und ausgewertet wird.
Das Verfahren nutzt Kenntnisse von Schülern, die sich gut untereinander kennen. Sie schätzen sich gegenseitig mithilfe eines elektronischen Abstimmungsgerätes ein und beurteilen so die Talente und Neigungen der Teilnehmer ihrer Altersgruppe.
Im ersten Schritt ordnet eine Entscheidungssoftware dem Profil des Schülers passende Berufsbilder und ein Stärkenprofil zu.
Im Anschluss daran findet eine Beratung der Schülerinnen und Schüler durch Praktiker aus dem Personalbereich statt. Die Interessen und die Fähigkeiten der Schüler werden intensiv beleuchtet und ergänzen das Stärkenprofil des Tests.
Die Auswertung des Berufsnavigators an der Ganztagshauptschule Todtenhausen ergab unter den 46 Teilnehmern eine positive Resonanz. Alle empfanden das Projekt als sinnvoll und waren "ernsthaft" bei der Sache. 94 % sahen das individuelle Ergebnis als zutreffend und hilfreich an.
Nur 25% fühlten sich durch Mitschüler teilweise nicht zutreffend beurteilt.
Berufsnavigator
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"Schnupperpraktikum" Jahrgangsstufe 8
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